Worin besteht "meine Arbeit"?
Seit Jahrzehnten arbeite ich an meiner Psi-Traumstudie. Das habe ich neben meiner Tätigkeit als Hausfrau, Mutter und Pflegerin meiner Tante, dem Onkel und meiner Mutter gemacht. Also in meiner Freizeit, die ja nichts kostet. Gekostet hat mir aber die Forschung jedoch so einiges. Um meine Träume mit dem zu vergleichen, was ich für eine Traumerfüllung halte, musste ich mehrere Zeitungen täglich kaufen. Damals gab es noch kein Internet. Nur so konnte ich feststellen, ob sich meine Träume erfüllt haben. Denn die meisten meiner Träume bezogen sich entweder auf politische Ereignisse, auf Wetter und andere Ereignisse, wie beispielsweise Umweltkatastrophen. Nur so konnte ich das auch auch dokumentieren. Nach längerer Beobachtung fand ich heraus, dass die Träume sogar teilweise Zeitungsartikel darstellten.
Nachdem ich sehr viele Träume gesammelt hatte, musste ich diese in buchform dokumentieren, weil nur so gewährleistet ist, dass die Erfüllungen nach den Träumen auftraten. Alles was nach der Veröffentlichung offensichtlich eine Traumerfüllung war, konnte ich auf diese Weise als Psi-Phänomen beweisen. Das kostete natürlich auch mit der Zeit viel Geld, weil ein Buch bei weitem nicht ausreichte. Diese Bücher waren zwar Dokumentationen, für normale Leser/innen jedoch uninteressant. Sie wurden kaum verkauft, was mir klar war, darum habe ich sie auch nicht beworben.
Erst als ich zwischenzeitlich einen Abschluss versuchte, was natürlich wieder in buchform geschehen musste, konnte ich auch einige Bücher verkaufen. Ich habe den Verkaufspreis bewusst gering angesetzt. Deshalb blieb auch das ein Verlustgeschäft.
Ein Traum hatte mir schon prophezeit, die Verkäufe würden "tröpfeln" und so kam es auch. Ohne richtige Werbung kann man nichts verkaufen. Es gibt keine Selbstläufer. Mich hat das nicht gestört, es würde mich jedoch auch nicht stören, würde sich das ändern und wenigstens meine Ausgaben kämen irgendwie herein.
Eine weitere "Arbeit" betraf meine Erinnerung an mein früheres Leben als Johan August Strindberg. Diese Vision war zwar eindrucksvoll, aber kurzlebig. Als mir durch den Kopf schoss: "Vielleicht ist es besser man erinnert sich nicht an sein früheres Leben!", verschwand das Meiste aus dem Gedächtnis. Einerseits war das ein Vorteil. Denn wäre das nicht so passiert, hätte ich sicher angefangen wieder wie Strindberg zu denken. So aber war ich gezwungen mir Bücher über Strindberg zu besorgen - was auch teuer kam - um Vergleiche zwischen seinem und meinem Leben anstellen zu können. Das zog sich über viele Jahre hin. Anfangs war meine Abneigung gegen diesen Menschen extrem groß. Ich musste mich zwingen über ihn, bzw. von ihm, zu lesen. Außerdem gab es damals in deutscher Sprache nur sehr wenig und aufgeführt wurden seine Stücke auch kaum. Das änderte sich in dem Maße, in dem ich mich mit ihm - also mit mir selbst - zu versöhnen begann und weiter Vergleiche anstellte. Erschaffen wir unsere Umwelt selbst?